Berufsinformationsmesse 2026
Zukunft beginnt mit Neugier
„Zukunft beginnt, wo Neugier auf Möglichkeiten trifft.“
Thomas. 10b
Treffender hätte Thomas (10b) den Abend wohl kaum zusammenfassen können. Gemeinsam mit David (8c) sowie Thommy und Jonas (beide Flex 9+) war er am Mittwoch mit sichtlich viel Freude auf Entdeckungstour durch die Hahnheide-Schule. Dieses Mal ging es allerdings nicht um Unterricht, sondern um eine Frage, die für die Schülerinnen und Schüler immer wichtiger wird: Was könnte eigentlich nach der Schule kommen?
Antworten darauf gab es bei der Berufsinformationsmesse (BIM) am 16. September reichlich. Mehr als 20 Unternehmen waren der Einladung an die Hahnheide-Schule gefolgt und brachten eine beeindruckende Vielfalt an Ausbildungs-, Studien- und Praktikumsmöglichkeiten mit.
Reden statt nur Broschüren sammeln
Das Besondere an der BIM: Hier geht es nicht einfach darum, von Stand zu Stand zu schlendern. In drei jeweils halbstündigen Gesprächsrunden konnten sich die Schülerinnen und Schüler gezielt mit Unternehmen austauschen. Dazwischen gab es eine offene Messe, bei der auch Eltern willkommen waren.
Und Gesprächsstoff gab es mehr als genug. Vom Handwerk über Pflege, Verwaltung, Handel und Logistik bis zu IT, Industrie, Design und dualen Studiengängen reichte das Spektrum.
„Mit der BIM haben wir ein besonderes Format geschaffen, bei dem interessierte Schülerinnen und Schüler mit passenden Firmen in einen wirksamen Austausch kommen.“
Christiane Hemming, Schulleiterin der Hahnheide-Schule
Nachwuchs gesucht – und zwar ganz konkret
Dass dieser Austausch keine Einbahnstraße ist, wurde an vielen Ständen deutlich. Denn nicht nur Jugendliche suchen Unternehmen – Unternehmen suchen ebenso nach jungen Menschen, die Lust haben, bei ihnen einzusteigen.
Ein Beispiel dafür war Schleswig-Holstein Netz. Das Unternehmen informierte auf der BIM über verschiedene technische und kaufmännische Ausbildungsberufe sowie mehrere duale Studienmöglichkeiten. Lukas Wamser, Koordinator Ausbildung, erklärte, warum die Präsenz auf der BIM für das Unternehmen wichtig ist:
„Wir suchen immer neue Talente, gerade für unsere neue Ausbildungswerkstatt in Ahrensburg. Deshalb sind wir auf der Messe genau richtig.“
Ein Roboter am Stand sorgte dabei ganz nebenbei dafür, dass Technik nicht nur besprochen, sondern auch zum Hingucker wurde.
Auch bei KOPA wurde es praktisch. Anton Bartoschat, Mechatroniker für Land- und Baumaschinen, nahm sich Zeit, den Schülerinnen und Schülern Technik und Arbeitswelt näherzubringen. KOPA bietet unter anderem Ausbildungen in der Land- und Baumaschinenmechatronik, im Büromanagement sowie in Lager und Logistik an.
Warum Nachwuchs für den Betrieb so wichtig ist, brachte Bartoschat auf den Punkt:
„Wir suchen händeringend Auszubildende, weil wir die Fähigkeiten, die man im Betrieb braucht, möglichst selbst entwickeln wollen. Wir denken langfristig.“
Mit wenigen Klicks zum Praktikum
Einen besonders praktischen Tipp hatte Sven Römer von der Wirtschaftsförderung Kreis Stormarn dabei. An seinem Stand stellte er den Schülerinnen und Schülern „Praktikum Hansebelt“ vor – auch im Messeflyer war das Angebot mit einem eigenen Infostand vertreten.
„Mit Praktikum Hansebelt findest du ganz einfach dein Praktikum: Beruf eingeben, Betrieb finden!“
Wer selbst auf die Suche gehen möchte, findet das Angebot bei Praktikum Hansebelt: https://praktikum-hansebelt.de/
Die Berufsberatung geht nach der BIM weiter
Wer nach einem Abend voller Möglichkeiten noch nicht weiß, welcher Weg der richtige sein könnte, muss diese Frage nicht allein beantworten. Janine Konopka, Berufs- und Studienberaterin, war im Eingangsbereich der Schule mit einem eigenen Stand vertreten und kam dort mit den Jugendlichen ins Gespräch.
Und ihre Unterstützung endet nicht mit der BIM: Jeden Donnerstag bietet Frau Konopka individuelle Beratungstermine für Schülerinnen und Schüler der Hahnheide-Schule an. Wer einen Termin möchte, kann sich bei Frau Köwitz melden – per Mail oder einfach persönlich bei ihr vorbeikommen.
Frau Konopka lädt ausdrücklich dazu ein, dieses Angebot zu nutzen:
„In meinen Beratungen kannst du herausfinden, was dein persönlicher Weg sein kann. Ich bin immer offen für Gespräche mit den SuS. Kommt gerne vorbei.“
Vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Botschaften dieses Abends: Niemand muss schon heute einen fertigen Plan für die nächsten zehn Jahre haben. Aber man kann anfangen, Fragen zu stellen, Möglichkeiten kennenzulernen und herauszufinden, was zu einem selbst passen könnte.
Ein großes Dankeschön!
Eine Veranstaltung mit mehr als 20 Unternehmen, zahlreichen Gesprächen und so vielen unterschiedlichen Berufsfeldern organisiert sich nicht von allein.
Deshalb gilt ein besonderer Dank Frau Görtz und Herrn Duwe vom Schulelternbeirat sowie Frau Köwitz, Koordinatorin für Berufsorientierung, und natürlich allen weiteren Helferinnen und Helfern, die mit Zeit, Ideen und Engagement dazu beigetragen haben, diesen Abend möglich zu machen.
Und am Ende führt vieles wieder zu Thomas’ Satz vom Anfang zurück: Zukunft beginnt nicht erst mit einem unterschriebenen Ausbildungsvertrag oder einer Studienzusage. Manchmal beginnt sie viel früher – mit der Neugier darauf, was alles möglich ist.
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