Besuch der 6e im Klärwerk Trittau
Vorhabenwoche „Wasser“
In der Vorhabenwoche zum Thema „Wasser“ besuchen die Klassen des 6. und 7. Jahrgangs das Klärwerk in Trittau (Zweckverband Obere Bille). Am Dienstag war die 6e als erste Gruppe dort. Zu Fuß ging es von der Hahnheide-Schule zur Anlage. Es war eisig kalt, aber spannend: Die Klasse war sehr interessiert, und unsere beiden Führer kürzten die Tour bei den Minusgraden etwas ab. Zeit für Fragen blieb trotzdem genug.
Bei der Führung konnten wir Schritt für Schritt sehen, wie Abwasser gereinigt wird. Als Erstes wurde im Rechenzentrum der Rechen geöffnet. Dort bleiben grobe Dinge hängen, die nicht ins weitere System gehören. Danach ging es zum Sandfang: Durch Belüftung sinken Sand und Schlick nach unten. Das ist wichtig, weil Sand sonst Maschinen beschädigen würde. Anschließend sahen wir ein Becken, in dem ölige Reste an der Oberfläche gesammelt und entfernt werden.
Danach folgten mehrere Becken, in denen das Wasser immer sauberer wird. Eines davon sah zunächst dunkel aus, weil dort viele Mikroorganismen arbeiten. Sie helfen dabei, gelöste Stoffe abzubauen. Wir sahen außerdem den Gasspeicher und den Faulturm. Dabei ging es auch um den Klärschlamm, der bei der Reinigung entsteht: Früher wurde er oft als Dünger genutzt, heute wird er in der Regel weiterbehandelt und verbrannt.
Zum Schluss sahen wir den Auslauf: Das gereinigte Wasser fließt zurück in die Bille, weiter in die Elbe und schließlich ins Meer. Da wird deutlich, dass alles, was wir ins Abwasser geben, irgendwann wieder Teil eines großen Wasserkreislaufs wird.
Bevor wir im Seminarraum unsere Nasen auftauen und frühstücken durften, konnten wir noch einen Blick ins Labor werfen. Dort werden regelmäßig Proben genommen und Werte überprüft, damit die Reinigung gut funktioniert. Auch über Schülerpraktika wurde gesprochen – passend dazu, dass es an unserer Schule ab Klasse 8 Praktika gibt.
Im Seminarraum nahm sich Verbandsvorsteherin Sabine Paap Zeit für Fragen und machte einen wichtigen Punkt deutlich: Am besten ist es, wenn Wasser gar nicht erst unnötig in der Kläranlage landet – indem wir Wasser sparen. Und am besten ist auch, wenn Schmutz gar nicht erst entsteht, zum Beispiel, indem man bei Wasch- und Spülmitteln auf unnötige Zusätze verzichtet und Kosmetika bewusst auswählt. Und vielleicht hört man beim nächsten Abwasch zuhause sagen: „Öl gehört nicht in den Abfluss, eine ölige Pfanne wischt man besser erst mit einem Tuch aus.“
Der Besuch hat gezeigt, wie viel Technik und Arbeit hinter sauberem Wasser steckt – und wie viel wir im Alltag selbst dazu beitragen können.
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